Grüner Unterstamm

Daniel II musste, wie seinerzeit der Vater, wieder nach Hof fliehen.

Daniel heiratete angeblich die aus Basel stammende Hildegard von Rheinfelden (sein Ur-Großvater soll auch eine Hildegard von Rheinfelden geheiratet haben), wo er bis 1430 lebte. Dann zog er nach Weißenburg, in die Heimatstadt seiner Mutter.

Sein ältester Sohn Hans (etwa 1421-1480) ging 1445 wieder nach Breslau zurück und heiratete Ursula von Kleckewitz. Mit der Eheschließung wurde er Besitzer des Rittergutes Kleckewitz (Kleckewitzer Ast) bei Raguhn (heute Sachsen-Anhalt). 1452 kaufte er dazu das Gut Löberitz in der Provinz Sachsen bei Bitterfeld.

Sein Nachkomme Christian Ludwig III (1698-1736) erhielt am 17.9.1725 von Kaiser Karl VI. die Reichsfreienwürde.

Ein Nachkomme seines Bruders Karl August, Karl (1809-1874), ließ sich 1833 in Riga (heute Lettland) nieder.

Seine Enkel blieben im Baltikum: Carl Otto Wilhelm von Schilling (1872-1954) war von 1927 bis 1939 Professor für bürgerliches Recht am Herder Institut in Riga. Sein Bruder Otto (1874-1929) wirkte als Journalist und Dichter in Riga und Gustav (1875-1934) als Oberlehrer in Riga und in Reval/Tallinn an der Domschule.

Sein Sohn Karl fiel 1941 in Russland. Damit war dieser Ast der Familie im Mannesstamm ausgestorben.

Karl hatte zwei Töchter: Susanne (* Dorpat/Tartu, Estland 1917, + Wien 1997) und Waltraud (* Dorpat/Tartu 7.6.1920).

Waltraud heiratete 1940 in Reval/Tallinn in erster Ehe (23.3.1940) Ralph Martinoff, gefallen 1942 vor Leningrad. Sie hatten eine Tochter: Christine Gesa Martinoff (* 6.3.1941 in Myschkow/Polen). Diese ist mit Owen Smith verheiratet, hat drei Kinder und lebt in den USA.