Weißer Unterstamm

Hans I, der dritte Sohn von Daniel I, blieb in Weißenburg.

Sein jüngster Enkel Jost, der 1500 nach Krakau zog, stiftete 1513 in Erinnerung an den Aufenthalt der Familie in Weißenburg für die dortige Pfarrkirche St. Johannis (St. Jean) den Stanislaus-Altar und die ganze Seitenkapelle. Auf drei Schlusssteinen im Gewölbe des linken Seitenschiffs der Kirche ist zudem das Schilling-Wappen mit den drei Lindenblättern zu sehen.

Das Original einer Federzeichnung für eine sogenannte Lünette (kreissegmentförmiges Dekorationselement) von Albrecht Dürer (1509 AD signiert) befindet sich im Britischen Museum in London. Auf dem Bild unten ist auf der rechten Seite der Stifter Jost Schilling mit dem Lindenblattwappen zu erkennen. Auf drei Schlusssteinen im Gewölbe des linken Seitenschiffs sind die Schilling-Wappen mit den drei Lindenblättern eingemeißelt (siehe Detailansicht unten), ebenso wie auf einem Grabstein im nördlichen Hof.

Federzeichnung der Lünette von Albrecht Dürer
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Detailansicht (zum Vergrößern auf das Bild klicken):

 

Der älteste Bruder von Jost, Daniel III (1445 - 1493) zog 1472 nach Breslau und später auch nach Krakau.

Dessen Sohn Hannß IV (1470 - 1539) ist Stammvater der noch blühenden Familienzweige der Jakobiden, Martiniden und Kilianiden. Hannß entschied sich zunächst für einen wissenschaftlichen Beruf. Er studierte in Leipzig und wurde 1505 Magister. Doch er und seine Nachkommen verschrieben sich bald dem Bergbau, damals eine einzigartige Einnahmequelle. Die Familie besaß bis zum 30-jährigen Krieg 26 Erzgruben im Erzgebirge.

 

Grabstein Wissembourg

Der halbe Grabstein mit dem Wappen.

Grabstein Detail

Detail mit dem Wappen.
Der Teil mit dem Namen fehlt leider.